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Solothurn, Switzerland: Rain Will Not Deter Movie-Goers to the Open Air Cinema, or "Open Air Kino"

Bild: Isabel Mäder

Bild: Isabel Mäder

Die Bilanz des Open-Air-Kinos fällt durchwachsen aus: Wegen des schlechten Wetters fiel die Zuschauerbilanz so mager aus wie schon lange nicht mehr. Mit dem Standort auf dem Dornacherplatz ist der Veranstalter aber zufrieden.

Bunt und fröhlich die Fiktion auf der Leinwand, nass und kalt die Realität auf der Tribüne. Mit dem zweiten Teil des Animationsfilms «Madagascar» ging das Solothurner Open-Air-Kino am Sonntagabend zu Ende. Nur etwa 50 Filmfreunde wollten sich das Spektakel um den Löwen Alex, der gemeinsam mit seinen tierischen Kameraden aus dem Zoo ausgebrochen ist, trotz des schlechten Wetters auf dem Dornacherplatz ansehen. Insgesamt fänden etwa 750 Leute Platz auf den Tribünen.

Zu nass, zu kalt

Überhaupt war das Wetter in diesem Jahr nicht auf der Seite der Open-Air-Veranstalter: «Es ist wohl eines der schlechtesten Jahre, die wir in je hatten», sagt Felix Bloesch, Geschäftsführer vom Veranstalter «perron8». Eine genaue Statistik und auch genaue Zuschauerzahlen hatte er zwar gestern noch nicht zur Hand, aber: «Es hat ganz einfach an zu vielen Tagen geregnet», so Bloesch.

Mit dem neuen Standort habe der mässige Zuschaueraufmarsch nichts zu tun. «Wenn das Wetter gut war, dann hatten wir auch viel Publikum», erklärt Bloesch. Die absoluten Renner waren in diesem Sommer «Harry Potter: the Half-Blood Prince» und «Bienvenue chez les ch’tis».

Zufriedene Vorstädter

Mit dem Dornacherplatz als Standort ist Bloesch grundsätzlich zufrieden. Besonders erfreulich: Noch nie habe es so wenige Beschwerden von Anwohnern gegeben wie in diesem Jahr. Bei der Stadtpolizei ist keine einzige eingegangen, lediglich ein Anwohner habe einmal das Gespräch mit dem Veranstalter gesucht.

Das Freilicht-Spektakel wurde in der Vorstadt mit offenen Armen empfangen. «Das Kino hat die Vorstadt belebt», bilanziert Martin Tschumi, Präsident der Vereinigung Pro Vorstadt. Den Geschäften habe es zwar nichts genützt, da die Filme erst um 21.45 gestartet wurden, aber: «Ich habe Rückmeldungen von Wirten, welche vom Open-Air-Kino profitiert haben.» Mancher Gast habe sich vor dem Kinobesuch noch in der Vorstadt verpflegt. Tschumi lobt zudem die besondere Stimmung auf dem Platz. Für ihn ist klar: «Das Open-Air-Kino sollte in der Vorstadt bleiben.»

Zu laute Umgebung?

Die Rückmeldungen aus dem Publikum seien aber unterschiedlich: «Manche schätzen die zentrale, urbane Qualität des Dornacherplatzes, andere vermissen die Ruhe, die wir auf dem Areal der Kantonsschule hatten», weiss Bloesch. Gerade bei ruhigen Filmen habe der Umgebungslärm auf dem Dornacherplatz schon etwas gestört, räumt der Organisator ein.

Rückkehr möglich

Sicher ist: Auch im kommenden Jahr wird in Solothurn wieder Kino unter freiem Himmel stattfinden. Wo, ist aber noch unklar. Eine Rückkehr auf den Dornacherplatz oder auch auf das Areal der Kantonsschule wäre laut Bloesch möglich. Sein «Favorit» bleibt aber ein anderer. «Es ist kein Geheimnis: Am liebsten würden wir unsere Leinwand auf der Chantierwiese aufbauen», sagt Bloesch, zeigt aber gleichzeitig Verständnis für die dortigen Anwohner: «Es ist mir klar, dass dort mit Heso oder Classic Openair bereits sehr viel los ist. Wir werden sicher wieder eine Lösung finden, die für alle stimmt.»

Source: “Standort gut, Wetter schlecht” Von Ralph Heiniger -Berner Zeitung. Read full article at: http://www.bernerzeitung.ch/region/solothurn/Standort-gut-Wetter-schlecht/story/19123300.

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Solothurn, Switzerland: Open Air Kino Kein Problem für Anwohner

Photo Credit: Isabel Mäder

Photo Credit: Isabel Mäder

Die Anwohner des Dornacherplatzes fühlen sich durch das Open Air Kino nicht belästigt. Viele begrüssen den Anlass sogar. Nach einem sehr guten Start war das Kino aber zuletzt wetterbedingt schlecht besucht.

Die erste Vorstellung des diesjährigen Open Air Kinos in war ausverkauft. Harry Potter hatte die Massen angezogen. Von Freitag bis Sonntag war das Kino dann aber schlecht besucht, wie Reto Bloesch vom Veranstalter «perron8» berichtet. Er hofft jetzt auf mehr Wetterglück für die restliche Zeit – immerhin hätten 750 Leute auf der Tribüne Platz.

Es ist in diesem Jahr das erste Mal, dass das Open Air Kino auf dem Dornacherplatz stattfindet. Statt im Grünen und in der Ruhe des Kanti-Hofs werden die Filme jetzt also zwischen Strassen und Häusern gezeigt. «Einzelne Leute stören sich an den Geräuschen von Verkehr und Bahn während der Vorstellung und finden den Standort als Ganzes nicht sehr schön», sagt Reto Bloesch. Auf dem Dornacherplatz sei man mit dem Kino jetzt eben in der Stadt, auch die Strassenbeleuchtung oder Reklametafeln seien von der Tribüne aus sichtbar. Doch: «Man kann nicht den Fünfer und das Weggli haben», gibt Bloesch zu bedenken. Einerseits sei das Kino in den ruhigen Wohnquartieren wegen des Anwohnerschutzes nicht erwünscht, andererseits wünschten sich die Besucher keine Nebengeräusche während des Films. Es gebe aber auch andere, die das Urbane am jetzigen Standort schätzten, so Bloesch.

Belebt sonst leeren Platz

Doch auch der Dornacherplatz hat Anwohner, welche die Geräusche des Kinos bis zum Teil spät in die Nacht mitbekommen. «Mir sind bisher keine Reklamationen wegen Lärmbelästigung zu Ohren gekommen», meint aber Martin Tschumi, Präsident der Vereinigung Pro Vorstadt. Im Vorfeld hatte er wenige kritische Stimmen gehört, doch insgesamt werde das Open Air Kino von der Vorstadt-Bevölkerung positiv aufgenommen. «Viele freuen sich darüber, dass der Dornacherplatz, das Herzstück der Vorstadt, durch einen professionellen Anlass belebt wird», erklärt Tschumi. Aus seiner Sicht macht es auch Sinn, dass das Kino dort und nicht mehr im Kanti-Hof stattfindet: «Der Platz ist zentral und steht sowieso die meiste Zeit leer», bedenkt er. Ob es dabei bleibt, dass die Anwohner mit der Kinogeräuschkulisse einverstanden sei, wagt Tschumi aber zu bezweifeln: «Ich denke, es wird Reklamationen geben».

Vorteile für die Polizei

Bei der Polizei sind jedenfalls noch keine Meldungen wegen Lärmbelästigung eingegangen, wie Stadtpolizist Walter Lüdi versichert. Das erstaunt ihn nicht, denn auch am alten Standort seien nach anfänglichen Schwierigkeiten die Reklamationen jedes Jahr weniger geworden. Und auch Lüdi hat beobachtet, dass die Anwohner auf dem Dornacherplatz dem Open Air Kino gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt sind. Sollte es aber zu Unstimmigkeiten kommen, würde man dafür sorgen, diese möglichst aus der Welt zu schaffen.

Der Standort habe zudem für den Verkehr Vorteile, so Lüdi. Früher wurde, um wildes Parkieren im Quartier zu vermeiden, während den Vorstellungen jeweils der Herrenweg gesperrt. Diese Sperrung ist am Dornacherplatz weder nötig noch möglich: «Die Open-Air-Kino-Besucher parkieren im Berntor-Parkhaus und nicht wild. Sperren kann man sowieso nicht, die Strasse muss jederzeit befahren werden können», erklärt Walter Lüdi.

Source: “Openair: Kein Problem für Anwohner” Von Eva Berger -Berner Zeitung. Read full article at: http://www.bernerzeitung.ch/region/solothurn/Openair-Kein-Problem-fuer-Anwohner/story/17437886.

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